Am 22 November 2009 haben wir eine neue Spiralschleife begonnen.
Danke das Ihr da ward. Elisabeth, Harald, Franz, Jürgen, Sabine, Steffi, Rainer, Johanna und Martin.
Danke für euer Vertrauen ins experimentieren und den Mut an die Grenze zu gehen und euch selbst in Frage zu stellen und damit in den offenen Raum. Das was hier zusammengetragen ist sind Facetten unseres dialogus und dient als Leitfaden für die, die das nächste mal dazukommen wollen. Ein Sprachmuster ( unter vielen anderen) das aus den Fäden die ihr eingebracht habt ein Gewirk, ein Gewebe gesponnen hat. Anknüpfungspunkte bietet und nachvollzieht, vertieft und euch einlädt weiterzuweben, patchwork in der Noosphäre.

Wir wahren das Ganze und das Ganze wahrt uns.
Schlusssatz von Jean Gebser Band 2 Ursprung und Gegenwart

Was ist ein wir eigentlich und wie können wir es fühlen? Wodurch taucht es auf? Womit nehme ich es wahr?

Das Wir Gefühl

In einer ersten Runde erkunden wir was wir wir wann wahrnehmen und dem Wir Gefühl zuordnen

eine vernetzende starke Energie die Feldlinen aufbaut – anaolog zu Gaia
ein Verschmelzungsgefühl, das das ich im Wir aufhebt, erhebt – auch erniedrigen kann
wenn fremdeln absinkt taucht offen sein auf, wie selbstverständlich
Seelengemeinschaft als selbstorganisierendes innewohnendes Prinzip das aufscheint, wenn auf Agenda und leader verzichtet wird
subtiler Gewahrseinsraum der willentlich ausgedehnt werden kann
wenn es gelingt in wacher Selbstbeobachtung mittels des Zeugenbewusstseins reaktive Muster zu suspendieren( außer Kraft zu setzten)
eröffnet Zugang zur eigenen Ergriffenheit und ruft im Bewusstsein den Wunsch nach Hingabe, nach Herzöffnung wach
eine Grenzerfahrung, die öffnend spontanes Lieben spürbar werden lässt – ein transpersonaler flow
fließende Konstellation, getragen von gutem Willen in eine Richtung zu schauen,
jede/n in die Lage versetzt etwas zukunftssteuerndes zu bilden
Gespür für den Möglichkeitsraum – der beflügelt
wesentlich ist das Hören offen zu halten
in eine tiefere Art des miteinanders zu gelangen der Sinnfragen Raum gibt – gebiert
Mehrwert Gruppe – wir als Menschheit uns unserer Zugehörigkeit bewusst werden – sich integrieren wie gelingt das?
Bewusstsein als Teilnahme / wahrnehmen gewährendes Feld – Sprache als teilgeben/wahrgebender Weltinnenraum
was wirkt zwischen uns ? „wir -ken “ Wirkungsfeld. Können nur wirs wirs spüren? Was können wir verspüren,aufspüren?
Das Verhältnis des Urknalls zum Bewusstsein ist möglicherweise wie das Verhältnis vom Ich zum Wir, vom Christusbewusstsein zu Gotteinheit, vom authentischen Selbst zum evolutionären Impuls…
Wir cluster – eine Wir Essenz trägt das Vertrauen innerlich das es sein könnte: das sich aufeinander verlassen können
fremdeln – fremdgehen- entfremden – fremd sein und die Notwendigkeit Gastgeber/in zu sein im Innen wie im Außenraum
Ein Friedensbeitrag ist die angeeigneten Räume (innerlich wie äußerlich) gastfreundlich zu gestalten.
ein offenherziger Umgang beruht auf einem absichtslosen Geist

Wo geht es weiter? Fragen die uns beschäftigt haben und die Einzelne, ein Tandem, ein Dreigestirn moderiert haben und dem wir uns als Bewusstseinsraum zur Verfügung gestellt haben – als Lernszenarium, eine Zukunftswerkstatt.

Warum beschäftigte ich mich mit dem Wir – was motiviert mich
?
Mir selbst gewahr kann mir etwas in den Sinn kommen. Mich ausdehnen, meine Interessen plazieren- ein Spannungsfeld schaffen,
am Akt mitwirken – ein aktives Wir bilden. Die spirituelle Dimension als Hintergrund befreit durch Unendlichkeit.
Wichtig zu unterscheiden: die Motivation als bedürfnissbezogen mit Erfüllungs und Handlungsoption und Optimierung. Im Unterschied zur Vision, die verlaufsoffen ist und mit dem sich selbst bildenden Wir einen Möglichkeitsraum erzeugt – cocreiiert. Es braucht einen inspirierten GEIST und echten Dialog -us, Sinnfluss, für den die Ichs die Ufer bilden. Strömungswiderstand bilden und sich abtragen lassen.


Was löst Widerstand aus – wie gelingt eine wir Kultur?

Warum nervt mich das Wir und lässt mich einschlafen?
Was hemmt,was fördert ein Wirgefühl?
Der Widerstand lässt sich im wirksamen Zuhören auflösen, indem beim Mitdenken das Ich zurücktritt. In mir gefangen sein verhindert die Empathie, den sich öffnenden Denk – Fühl – Willensraum. ( Scharmer – 4 arten des Hörens)
Denken wird blockiert durch die Stimme des Urteilens. Zynismus entfernt uns aus der aktuellen Situation durch Distanz ( 3 Person). Angst lässt uns an dem festhalten was wir haben und sind, verhindert das loslassen. Unterminiert – legt Mienen unter die Quelle unserer Neuschöpfung.
Unterschiedliche Selbst – mit Stimmen sind beteiligt beim Zweiergespräch andere wir im Wir. ( Wir werden im Salon 4 damit intensiver arbeiten)
Ist das Wir Gefühl – ein Gradmesser für Nähe, für Dichte, für Verbindung zum tiefsten gemeinsam wahrnehmbaren Grund des Seins.
Ein Präzenzfühler? ( Thema Salon 3 – wenn es um die Verkörperungen geht)
Die kritischste Perspektive für das Wir gefühl ist die 3 Person – das Es. Ein beschreibender Ductus ohne das eigene ich im Wir zu verankern, als anteilnehmend zu benennen provociert Abwehr seitens derer die im gegenwärtigen Augenblick den Wirraum als Möglichkeitsraum aufhalten. Zu unterscheiden zwischen dissozierten Anteilen einzelner Persönlichkeiten die Einlass begehren und solchen die den Zusammensturz des vorhandenen Wirs proklamieren ist extrem spannungsreich und herausfordernd. Da sie einerseits ein aus der Vergangenheit legitimiertes Erfahrungswissen mitbringen – so ist das immer…und andererseits mit dieser Haltung das Gegenwärtige in den Unmöglichkeitsraum / Antiraum ( nach Scharmer) verschieben. Dagegen wehrt sich ein Wir im Möglichkeitsraum. Ein Wir kann wie ein ich auch traumatisierte Zustände bergen. Ein gutes Zeichen ist wenn es auftaucht. Im Umgang damit stehen wir erst am Anfang. ( Schattenarbeit – Thema Salon 5 – da wir einander brauchen um uns aufzurichten)
Ich selbst als Verantwortungsträger reagiere angstbesetzt wenn das Risiko auftritt mich im Wir aufzulösen. ( Holocaust, Massenpanik, Modetrends…) ( Salon 2 – die memes und was es an heilsamem zu bewahren und zu entwickeln gilt aus den verschiedenen Entwicklungsstufen)
Grenzen setzten, Grenzen wahren,, Grenzen transzendieren als ein bewusster Akt der sinnvoll ist wenn der tiefste Punkt der gemeinsamen Freiheit das relative Sein schützt und würdigt. Eine permanente Annäherung an die Zerbrechlichkeit unserer Verbindung zur Welt – das Wirgefühl als lebendiger Repräsentant unserer Weltbewusstheit im Sinne des Eingeborenseins- die weitreichender ist als die Zugehörigkeit. Das sich zugehörig fühlen zu Interessengemeinschaften hinterfragen hinsichtlich des zugrundeliegenden Sinn-lichkeit.
Werdensangst und Sterbensangst
Unsere Angst vor Ausschluss ist ein Aspekt das unser Verhalten konditioniert und limitiert. Die mangelnde Unterstützung in unserem Werdeimpuls ein anderer, der je weiter wir wachsen um so existentieller wird. Je mehr das Unbekannte, das Nichtwissen in uns lebendig wird – mitspielen kann desto mehr sind wir auf den aquivalenten, dem entsprechenden offenen Innenraum unserer Mitmenschen angewiesen. Die Schatten die auftauchen sind oft Wächter unserer intimsten, innersten Potentiale und Herzensanliegen. Eine Gemeinschaft die sich über ihr Selbstverständnis in Richtung Selbstbewusstsein ausdehnt, braucht den Mut zu wahrer Menschlichkeit und ein klares Gespür für Integrität. Sich auf ein zukünftiges Selbst auzurichten kann das Wir als nächsten Attraktor ins Blickfeld bringen. ( Salon 7 – Spiritualität , die Rolle der Sangha, der Gemeinschaft, der Praktiziernden, der community)


Wie gelingt der shift vom Ich zum Wir? Welche Infrastruktur braucht es um den Focus zu verlagern?

Annäherung an das wirgefühl – den Wirzustand durch Bilder
Zitate
wie eine Musik Stimmen die sich durch die Noten gleichzeitig auf unterschiedlichen Melodien Wellen den Raum erfüllen
wie die Choreographie – ein aufeinander abgestimmtes sich Bewegen was in der Gesamtheit Zeitlosigkeit hervorbringt, ein aufgenommensein vom Geschehen
ein schwebendes, sich getragen fühlendes Gewahrsein verbunden mit intensiver Herzenspräsenz
in den offenen Raum, eher hinter sich verlagertes Daseinsgefühl – bereit bisher Unsagbares in die Sprache zu bringen
üben zugleich als Bewusstsein im Ich und wir zu schwingen, das Paradox – nicht wir gibt es nicht – bejahen
die Grenzerfahrungen die durch Verdichtung / Kontraktion und Auflösung/ Expansion entstehen als Offenbarung begreifen
die Öffentlichkeit eines Wirs als erweiterten Innenraum, auch als heiligen und heilsamen Raum achtsam behandeln
wie die Finger zur Hand gehören – gehört jeder Einzelne zur Gemeinschaft, zu einem Wir
wie ein Schwarm – der Strömungsbewusstsein hat in der Lage als Fraktal, als Holon drei oder mehrdimensionale Figuren im Raum zu bilden
Woher kommt das Ich? Aus dem Wir eines Paares, einer Familie, einer Generation… Durchlässig werden für das Urvertrauen ins Leben in das die Wirs und Ichs eingebettet sind
Ich +, das Ich ist eine Art spirituelle Ich AG , Ich plus…
erfahrbar, wenn keine Grenze zwischen dem Tun , der Tat und dem der/ die tut auftaucht – eingeweckt () in die Präsenz eines spontanen Universums
ein Gefühl des Friedens, das ausstrahlt – überbrückt, mittig sein, auf dem Grund der Fragen angelangt , fraglos seiend
Wirks – nach Hans Peter Dürr – Potentialität gerinnt zur Wirklichkeit
sich dem Wir Sog als Attraktor anschließen und entspannt ausgerichtet sein auf Situationen, die die Wirbildung fördern und fordern
die Wir – Verwir-rung
ein Wirbel – indem das Ich auf verschiedenen Umlaufbahnen zentrifugiert wird

Wie lässt sich der Möglichkeitsraum knacken?
Hat ein wir einen Willen? Wodurch verkörpert sich eine Idee derart das sie unabhängig von den Schöpfern wird?
Ist das Wir der Sinnstifter der als Kultur in Erscheinung tritt? Wann gerinnt eine Idee zu einer Infrastruktur?

Mitgefühl als Grundlage der religio – Umgangsweisen und Verhaltensweisen sind nicht Wissens – sondern Weisheitsgetragen.
Was ist der Beitrag des Individuums , die individuelle Tat, die Individualität – für das Kultur schaffen? Ist Geschichte das Sediment des Wirs – eine Zeitschicht? Gibt es eine Matrix – ein Korrelat energetischer Art?
Zusammenspiel Prozess und Struktur
Ist Sinn das was ein wir zusammenhält? Wie entsteht Sinn? In welchem Maße reagieren wir auf die sogenannte Außenwelt und was verändert unsere Sichtweise auf jene in der Art wie wir mit den sogenannten Gegebenheiten umgehen können?

Wie wirkt das Wir?

durch Inspiration – der Geist zwischen uns
Vergleichbar mit der Alchemie – gibt es Phasen durch Sulfur bedingt, die ausstossen, eher sprühend, sich ausdehnend.
Solche die durch Merkur getragen sind aufnehmend und annehmend. Die, die dem Salz, der Sole zugehörigen Prozesse kristallisiern.
Wir spekulieren über wir Kompott, Veraschung… was aus dem assoziativen brainstorm sich so ergibt – aber sicher eine Verästelung, die die Alchemisten unter uns weiterverfolgen sollten und hinsichtlich der Wirbildung erforschen.
Klar wird das das Wir ein Wandlungsraum und ein Wandlungsprozess gleichermassen ist. Verdichtungen, verstanden als erstarrte und fixierte Vorstellungen verhindern die Transparenz, das sehen des stets offenen Möglichkeitsraumes eines von Bewusstsein durchdrungenen Wirs. Mitgefühl wirkt lichtend. Gebser mit dem Begriff der Diaphanität taucht auf, mit dem Hinweis auf das Durchscheinende. Zitate von Jean Gebser aus Ursprung und Gegenwart ( Franz – gerne mehr aus deiner Sammlung)
“ Das mentale Denken und das geistige Wahren, das Geistige ist nicht Geist, sondern Diaphanität ( Transparenz) , der Vollzug des concrescere, des Zusammenwachsens des Geistigen mit unserem Bewusstsein als Konkretion des Geistigen.“
“ Das Druchscheinende ( das Diaphane oder die Transparenz) ist die Erscheinungsform ( Epiphanie) des Geistigen.“
Im Möglichkeitsraum des Wirs können wir etwas bewirken / visionär mit innerer Schau auf das Zukünftige und kommen dann in der Wirklichkeit raus. Manches bleibt bei den ersten Durchgängen auf der Strecke, dh immer wieder den Raum gemeinsam herstellen.
Wissen ist nicht limitiert, folgt der Einladung der Schöpung.

Frage – Was ist die Vision, die Sehnsucht die dem Streben nach dem Wirgefühl zugrunde liegt?
ein größeres Ganzes zu sein
Grenzenlosigkeit – Entgrenzung
Gänzlichung
Potenzierung
ethischer Reifungsraum, der nachfolgenden Menschen erlaubt die Wellen spielerischer und potentialorientierter zu surfen
Kampfgeist zu bündeln – Kraft zu verspüren, die sich durch Kohärenz aufschwingt
die Komplexität menschlichen Seins als Ganzes zu erfassen
Wir sind ein wir abhängig von dem Grad unseres Bewusstseins als miteinander Verbundene,
der bestimmt die Tiefe als Möglichkeitsraum und auch die Spanne, als Wirklichkeitsraum oder vielleicht auch andersrum.
Tiefe als Wirklichkeitsraum und Spanne als Möglichkeitsraum.
höhere nexus Schwingung wirkt als Attraktor und eröffnet dadurch neue Möglichkeitsräume, neue Seinsweisen
die Konkretion – das durchspielen schafft Freude und einen Glückszustand
Ein Ich braucht ein entsprechendes Wir als Keimzone, als Schöpfungsraum, als Spielwiese, als Reaktor….

eine second thier Gemeinschaft <
Schatten als unentwickeltes Licht, als Dämmerungszone
Chance einer Nachreifearbeit – Schattierungen zwischen Reaktion Reflexion und Resonanz
das offene Feld ist das Gemeinsamste zugleich Einsamste im Sinne des Individuellsten was noch zu schaffen ist
wir haben es hier mit einem Auferstehungsraum- gleichsam dem Christusimpuls zu tun
wir alle sind Teil der sozialen Plastik, indem das Denken an sich zu dem Werdenden wirkenden zwischen uns wir-d
Feldgewahrsein – von der Aufstellungsarbeit zum procedere des sich einstimmenden Liebens
Unterscheiden lernen zwischen definierendem und differenzierenden Denken.
Zwischen Position und Perspektive mäandern lernen, die den Akt – das aktive Wirs, sich selbst aktualisierend aufschließt
Zustandswechsel zeigt sich im Wir als Veränderung der Athmosphäre und
Auftauchen von Metagefühlen- wie Frieden GelassenheitFreude Stille
Vertraut sein bezeugt teilnehmende Tiefe
Geist in Aktion – Zeitgeist
shift

Das ist Focus den nächsten Salons am 13 Dezember 09
Gibt es Entwicklungslinien als Kollektiv in den Ebenen/ Strukturen wie Gebser , spiral dynamic?
Woran erkenne ich aktuell wirksame memes – sprachlich? Verwahrloste memes in unserer Zeit?
Der Abgrund zwischen first und second thier – was heißt das eigentlich?

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