„Wie hätte ich es jemals ahnen können, dass sich auch Gott nach uns verzehrt?“
(Diwan – Rumi)

Eros ist die Kraft derRückbindung an die Wirklichkeit Gottes, an das göttliche Leben oden den lebendigen Gott
Eros öffnet, bricht aus, überschreitet Grenzen. Eros ist das Gegenteil von Ego.
( Christoph Quarch s. 16 in Die Erotik des Betens)

Diotima von Mantineia, eine Priesterin des Apollon – im Dialog Symposiom von Platon
Eros ist gezeugt von Poros – dem Vermögen sich auszudrücken und Penia der Empfänglichkeit.
Eros ist die Brücke die von Sexualität zu Spiriutalität führt und zurück, durch seine Sehnsucht nach Unsterblichkeit, nach Grenzenlosigkeit des Bewusstseins, die dem Menschen durch die Begegnung mit dem Göttlichen zuteil wird.

Menschen der Liebe sind von allen Religionen fern , Gott allein ist ihnen Glauben und Weg ( rumi Mathnani 2, 1770)

Ein Beten , das sich von Gott angehen lässt, vom göttlichen ergriffen ist und sich zu ihm hingezogen fühlt, ist ein erotisches Beten

“ Ich bin Wind , und du bist Feuer, und ich habe dich entfacht“ Diwan 1586 spricht das EINE so das sich der Liebende Rumi erlebt als lodernde Liebesflamme.

Der Pilgerweg zu Gott

Der Aufbruch
Schönheit
Spüre die Schönheit in dir und nimm wahr, wie die Schönheit in dein Herz tropft und dort alle Verhärtungen und Verspannungen auflöst. Schule deine Sinne, die Sensitivität für das Schöne. Gib dich der Schönheit hin. Ehre das Schöne in dir und gestalte Schönes als Gebet.

Empfänglichkeit

Die Süßigkeit des heiligen Geistes die Herzenslust nach Mechthild von Magdeburg. Bereit, verhalten uns still sein,Freiheit von allem Wollen, allem Wissen, allen Bildern aller Ichhaftigkeit ( Meister Eckhart) Enthaltsamkeit gedeutet als Nicht Anhaften, die innere Offenheit und Durchlässigkeit für den wesenhaft anwesenden Gott: das sich bereithalten für die immerwährende Präsenz.
Achtsamkeit für Gottes Gegenwart
Verströme dich im Ausatmen – nehme die lichte Leere Gottes mit dem Einatmen auf. werde empfänglich für die Stille, die die Sprache Gottes ist.

Sehnsucht

In der grundlosen Sehnsucht regt sich der mystische Eros, in dem das Lieben zu sich selbst beziehungsweise in die ihm eigene Wahrheit finden möchte. „Unruhig ist unser Herz, Gott, bis dass es ruht in dir.“ confessiones 1.1) Sehnsucht ist gleichsam der schlafende Eros in uns. Wissen um die Heiligkeit des sehnsüchtigen Herzens.Wo die Liebe, der Eros entfacht ist muss sie sich ausdrücken, aktiv werden, sich eine Gestalt geben.

Der Weg

Leiden

Gott ist und bleibt uns Menschen unverfügbar.Eros besitzt die Gabe noch den tiefsten Trennungssschmerz in erotische Wonnen, in Kreativität zu transformieren.Schmerz hilft die Egostrukturen aufzuweichen, sich ihm auszuliefern läutert und veredelt das sich Sehnen in Hingabe. Den Widerstand schmelzen, sich durch Schmerz tiefer in die Wahrheit des Lebens führen lassen.

Kampf

Den heiligen Zorn üben – das Nein, dass sich gegen die Gefährdung der Liebe richtet, gegen den Angriff auf das Heiligste, Schönste und Göttlichste das wir kennen. Aus Paolo Coelho – Krieger des Lichts –
jeder Krieger des Lichts hatte schon einmal Angst zu kämpfen
Jeder Krieger des Lichts hat bereits einmal gelogen oder jemanden verraten.
Jeder Krieger des Lichts hat schon einen Weg beschritten , der nicht seiner /ihrer war
Jeder Krieger des Lichts hat schon wegen bedeutungslosen Dingen gelitten.
Jeder Krieger des Lichts hat schon gemeint, er sei kein Krieger des Lichts.
Jeder Krieger des Lichts hat bei seinen spirituellen Verpflichtungen schon einmal versagt.
Jeder Krieger des LIchts hat schon einmal ja gesagt und nein gemeint.
Jeder Krieger des Lichts hat schon einmal einen geliebten Menschen verletzt.
Darum ist er ein Krieger des Lichts: Kraft dieser Erfahrung und weil er die Hoffnung nicht aufgegeben hat sich zu bessern.

Hingabe
Unterscheiden wem wir uns hingeben setzt Reife voraus, erkennen in wem sich Gott als liebender Mensch manifestiert, der ihn als Wahrheit des Lebens in sich zulässt und dessen Schönheit ausstrahlt. Im Flow – im außer sich sein- im hin und weg – tauchen wir ein in das Mysterium der fließenden Gottheit. Im Tanz – in der Ekstase – öffnen sich die Grenzen in das Unfaßbare – leicht, inspiriert geatmet von Gottes Gegenwart. Keine Zerstreuung – kein Konsum von herzverschließenden Medien- achten das das feingestimmtsein der Seele bleibt – ein Schwingen und eine Resonanz auf die Stille.

eia, Herr liebe mich innig und liebe mich häufig und lange
Denn je inniger du mich liebst, desto reiner werde ich. Je öfter du mich liebst, desto schöner werde ich.
Je länger du mich liebst, desto heiliger werde ich hier auf Erden. Mechthild von Magdeburg

Zärtlichkei
t
Zärtlichkeit ist die Frucht von Hingabe. Spüren sie in ihr Herz und prüfen sie ob es weich und fließend ist. Und wenn es so ist, dann geben Sie es frei – lassen sie es sich verströmen.

Der Gipfel
Einung
Ich bin in dir – du bist in mir.

Die Kunde

Reden
Dankbarkeit und Demutsilhouette of person standing on rock surrounded by body of water

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